Projekt Chili 2010  (Randmarker) Verfasst: Sonntag, den 21. Februar 2010 19:55

Sooo, es wird Zeit, die Saat auszubringen für meine Balkonpflanzen; in diesem Jahr Schwerpunkt Paprika und Chili.

Ich habe mir dafür ein Anzucht-Minigewächshaus zugelegt und ein wenig umgebaut: In die Pflanzschale, also dem unteren Teil des Gewächshauses, habe ich Löcher gebohrt und zusammengerolltes Küchenpapier als Docht durchgesteckt - die Enden des Papiers ragen etwa 3 cm unter der Schale heraus und tauchen in eine mit Wasser gefüllte 2.Pflanzschale hinein, so wird die Feuchtigkeit nach oben geleitet.

Ich habe noch eine Heizung gebastelt, sie besteht aus 2 Spiegel-Heizfolien  (jeweils 12 Volt/12Watt; gibt's bei Polling, Conrad etc.), die ich auf einem Rest Alublech geklebt habe. Da es bei mir eigentlich warm genug im Zimmer ist und es sich nur um eine Art "Hilfsheizung" zur Optimierung handelt, habe ich die beiden Heizfolien, um auf aufwändige Temperaturregelungen zu verzichten, in Reihe geschaltet und betreibe sie mit einem alten PC-Netzteil am 12V Anschluss. Die Heizung wird gerade Handwarm und genügt, die Temperatur im Gewächshaus ggü. der Zimmertemperatur um etwa 2-3°C zu erhöhen.

Ausgesäät habe ich 3 Sorten Chili, und zwar Cayenne, Cherry Bomb und Jalapeno. Des Weiteren kommen noch süße, also nichtscharfe Gemüsepaprika dazu.

Bin ja mal gespannt, ob das was wird... {#}

 

R.

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Additionsroboter auf Myspace?  (Randnotizen) Verfasst: Sonntag, den 07. Februar 2010 17:36

Habe der Neugier halber einen Account bei Myspace eröffnet. Erster Eindruck - geht 'ne Menge! Zweiter Eindruck - Gott im Himmel - die Leute! Die Leute! Ein Heer von weltschmerz-weichgezeichneten Weiblein und Männlein, die offenbar kaum mehr tun, als andere coole Leute als Freunde zu "adden", um selbst ein wenig cooler zu sein! Sehr zur Freude von Spammern und dem allmächtigen,  weltanschauungsverbiegenden Medien-Gott Herrn Murdoch kommen die Leute freiwillig zum Daten-Sammelplatz um zentnerweise persönliche, teils intime Daten in den gefräßigen Schlund einer marktorientierten, konservativen Meinungsbildungs-Maschine zu kippen.

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Äääääh.... ok, das war jetzt ein wenig dick theatralisch aufgetragen, chrchrchr! egal. (((:

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Aber mal ehrlich: Das ganze Sozial-Gehabe, Abgrenzung, Ausgrenzung, wer-zu-wem, Cliquen-Gedöns, Spitzenwerte auf dem Coolometer - all das ist hier in seinem ganzen außerirdischen Ausmaß zu bewundern. Ein Heer von Freundschafts-Additions-Robotern! (:

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Für mich als Menschen-Beobachter sehr lohnenswert, aber auch... es stimmt ein wenig, nachdenklich.  Es ist schrecklich, aber evt. findet sich dort ja auch jemand wieder, den ich wirklich kenne,  aus alten Tagen; mal sehen! Ich hoffe mal, da sind auch ein paar Leute, mit denen was anzufangen ist... man muss nicht immer alles gleich von der finstersten Seite sehen, denn, so ist das halt: Nach Perlen muss man tauchen.

Ansonsten: Nee, das ist nicht meine Welt...

(:

R.

Nachtrag: Aber woran erinnern sie mich, die Helden des Web2.0 solcher Gemeinplätze wie etwa Myspace? An Hüllen, lebende Tote, wie auch immer... Ich finde, da passt sehr gut:

Camille Saint-Saëns - Danse Macabre

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Drücken statt Schmerzen  (Randnotizen) Verfasst: Donnerstag, den 04. Februar 2010 00:08

War doch beim Zahnarzt, letztens, also vor kurzem, und da ich selbstverständlich einer der Härtesten bin, verzichtete ich auf die schicke Betäubungsspritze. Im Laufe der Behandlung meinte die Zahnärztin, das könne "jetzt gleich ein wenig drücken", was es dann tatsächlich auch tat.
Da fiel mir ein, dass ich diese Formulierung bei Ärzten schon häufiger gehört habe - noch nie hörte ich dagegen, dass es weh tun oder schmerzen könne, immer nur ein wenig "drücken".
Das ist bestimmt wieder so ein Psycho-Zeugs, was die Ärzte in ihrer Ausbildung oder in irgendwelchen Seminaren erzählt bekommen, wenn es über dem Umgang mit Patienten geht: Den Patienten die Angst nehmen, indem man Reizworte wie "Schmerz" vermeidet.
Das ist eigentlich gemein und diskriminierend, wenn z.B das Wort "Schmerz" selbst einmal Schmerzen hat und zum Zahnarzt will, kommt es nicht in die Praxis rein, weil draußen ein Schild mit der Aufschrift "Schmerz - ich muss leider draußen bleiben!" hängt.
Aber das Gefühl, welches durch das Wort Schmerz bezeichnet wird, kann trotzdem rein! "Mir egal.", denkt sich das Schmerz-Gefühl nämlich, "dann geh ich halt unter anderem Namen rein, nenn ich mich halt Drücken!"; und schwupps ist die Mogelpackung drin, um die armen Patienten zu piesacken.
***
Wichtig ist es, dass immer die richtigen Begriffe verwendet werden, wie etwa Drücken statt Schmerzen, Konflikt statt Krieg usw., dann geht es allen gleich viel besser, denn das gesamte Wohlergehen der Menschheit hängt von korrekten Bezeichnungen ab.
So, jetzt habe ich nebenher ein ganzes Glas Oliven leergefressen, welches sinnlos in der Küche herumstand, hoffentlich bekomme ich kein Magendrücken davon - aber ist ja auch nicht so schlimm, haha!

Drückt halt ein bisschen.

R.

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Randnotiz: Grüne Zukunft  (Randnotizen) Verfasst: Montag, den 21. Dezember 2009 21:26

Am dunkelsten Tag des Jahres, so dachte sich der alte Randinator, muss man, nachdem man lange genug Innegehalten, in sich hineingelauscht und die Wechselwirkung Dunkelheit-Mensch - Mensch-Dunkelheit ergründet hat, der dunklen Stille mit fröhlich lärmendem Licht entgegenwirken. Ich habe mich daher mit einer außergewöhnlichen, weil außergewöhnlich teuren lichttechnischen Anschaffung belohnt, nämlich einem 3,5 Watt Leuchtmittel in Form einer mattierten Glühbirne, aber vollgestopft mit der schieren Zukunft  - es steckt eine LED drin, und alle Experten auf der ganzen Welt sind sich einig, die LED _IST_ das Leuchtmittel der Zukunft.


Nach dem der Klimagipfel ein so lawinenartig-durchrutschbrech-brachialer-mir-fehlen-die-Worte-Erfolg geworden ist, - zumindestens für die Wirtschaft - , und einmal mehr aufzeigt, was Politik und Medien am besten können, dachte ich, einen schönen Beitrag zur Umweltschonung mit dem Kauf der Birne zu leisten und ein wenig Vorreiter zu sein; - denn, so heißt es ja, "man" müsse immer Vorreiter für das Gute sein, auch wenn man da freilich sehr einsam wird, denn es kommt eigentlich nie einer nachgeritten, außer vielleicht Sancho Pansa, ja, und dann steht man da, alleine vor den Windmühlen.


Nun, zuhause angekommen war ich schon ganz zittrig vor lauter Aufregung, habe hastig die Verpackung aufgerissen und das Ding in die Lampe vom Flur eingeschraubt, eingeschaltet, und... wow!

...
Grün

...
Es ist grünstichig.


Also, es haben schon unendlich viele Lampen, Leuchten, Lämpchen mein Leben erhellen dürfen, aber ich habe noch niemals ein so ungeheuer hässliches Licht bestaunen dürfen. Es ist derartig hässlich... das Licht wirkt wie jemand, der sich jeden Moment übergeben möchte, weil er verdorbenen Fisch gegessen hat oder der Obduktion einer Wasserleiche beiwohnen musste, ha!... das ist es:

Wasserleichen-Licht.

Alles, was von diesem Licht beschienen wird, gleicht einer Wasserleiche, sämtliche Farben wirken irgendwie "falsch", es scheint da im Spektrum einige bemerkenswerte Einbruche zu geben. Ich kenne ja nun durchaus LED's, bei denen die Bezeichnung "warmweiß" irgendwie angemessen erscheint, aber das, was aus meiner neuen LED-Leuchtbirne kommt ist so unglaublich widernatürlich (selbst herkömmliche Energiesparlampen wirken hier angenehmer), dass es schon wieder eine Art lichtes Kunstwerk darstellt.

Also wenn solcherlei Technik laut der Experten den Pfad unserer Zukunft beleuchten wird, ist unsere Zukunft durchaus eine grüne Zukunft, und vielleicht wollten die Entwickler der Lampe dies damit auch zum Ausdruck bringen bzw. den ökologischen Gedanken durch die Farbe des Lichtes symbolisieren.


Aber vielleicht, so meine Mutmaßung, ist die LED-Technik einfach noch nicht ausgereift, und man sollte sich stattdessen lieber mit dem Licht der Gegenwart begnügen?...
Vielleicht.
Zu dumm nur, dass das Licht der Gegenwart in Form von Glühlampen bei unseren EU-Beamten schon in Ungnade gefallen ist, bevor das Licht der Zukunft als Alternative überhaupt geeignet ist.

(:

R.

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ohne Titel  (Randnotizen) Verfasst: Sonntag, den 22. November 2009 23:00

Vieles geht durch den Kopf am Tage. Schweinegrippen-Hysterie, Torwart-Begräbnisse als Quotenbringer, all das Aktuelle, das Ärgerliche, Skurrile, Bedenkliche, Lustige oder einfach nur Dämliche zieht seinen Kreis unter Bekannten, Kollegen, am Mittagstisch, auf dem Gang, beim Bäcker, überall.


Doch am Abend ist es weg: Es ist verbrannt in den Gesprächen mit den Leuten, die man am Tage um sich hat. Abends nach Hause kommen, dies und das erledigen, Feierabend - und nun noch mal alles aufbereiten für den Blog?
Das Tagesgeschäft zehrt aus, da muss sich etwas schon sehr lohnen, wenn dafür freiwillig Energie aufgewendet werden soll. Freiwillig Energie wird aufgewendet für Neues, für das was Spaß bringt, und beides ist, so kommt es mir vor,  immer stärker miteinander verknüpft - das Neue und der Spass.
***

 

Immer wieder bemerke ich, dass ich mich wiederhole, vieles, was ich von mir gebe, schon einmal geäußert habe, dass ich Einsichten bekomme, die ich schon einmal hatte und die zwischendurch versackt sind, irgendwo in meinem Kopf-Archiv.
Was soll ich hier schreiben, wenn einfach nichts wirklich Mitteilenswertes passiert, wenn mich nichts mehr bewegt? Wenn ich mich nicht bewege, passiert auch nichts, und solange nichts passiert, bewege ich mich nicht - das ist eine ziemlich doofe Sache, ich bin halt auch kein perpetuum mobile. (:


Naja, um es kurz zu machen - der Blog hier ist tot, eine Leiche mehr auf dem Feld meiner angefangenen Unternehmungen. Mir ist nicht einmal ein Titel eingefallen für diesen müden Beitrag - und ich habe z.Zt. irgendwie keine Lust mehr, auch nur ein einziges Wort niederzuschreiben, das nicht absolut wichtig, nützlich, spannend, lustig, unverzichtbar ist - und smalltalk war mir schon immer absolut fremd.


Tja, so schauts aus - na dann, gute Nacht.
(:

R.

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